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Fraktus – Das letzte Kapitel der Musikgeschichte

Es war eine gelungene Welturaufführung im Hamburger “Übel & Gefährlich”:

1983. Drei junge Männer gruppieren in der Zeit der Neuen Deutschen Welle eine Band und haben unglaublichen Erfolg mit elektronischer Musik. Doch dann bricht in einem Club bei einem Konzert ein Feuer aus – das Ende der Band. Seitdem sind die drei Herren verschollen. 2012. Der Musikproduzent Roger Dettner wittert ein großes Geschäft und wil die Sensation perfekt machen: Eine Re-Union der Band, die Vorreiter des Technos war. Doch bis auf Torsten Bage, der mittlerweile peinliche Ibiza-Stimmungshits macht, ist keines der Bandmitglieder irgendwie groß in Erscheinung getreten. Mit allen Tricks kann er Dirk “Dickie” Schubert und Bernd Wand, der gerade “Fraktus 2″ mit seinen Eltern gestartet hat, nach Ibiza locken, um dort auf Torsten zu treffen, in der Hoffnung, dass die alte Chemie wieder aufflammt. Nach anfäglichen Schwierigkeiten passiert das sogar tatsächlich, ein Comeback ist möglich. Doch der Weg ist steinig, ein Auftritt beim Melt Festival mit neuem Material geht total in die Hose, Produzent Alex Christensen produziert oberflächlichen Müll für sie und es kommt wieder zum großen Bruch. Doch dann kommt die Idee…

Dieser Film ist aufgebaut wie eine Dokumentation, ist aber fiktiv, insofern muss der Begriff Mockumentary fallen. Das Marketing des Filmes und der Film an sich versuchen den Schein aufzubauen, dass es “Fraktus” tatsächlich gab. Dabei hat man sich wirklich viel Mühe gegeben: Eingebaute Interview-Sequenzen von Dieter Meier (Yello), Scooter, Blixa Bargeld und vielen mehr, die “Fraktus” als Inspiration nennen. Westbam gibt sogar zu, dass er für seinen Track “Sonic Empire” von einem “Fraktus”-Song geklaut hat, es gibt Ausschnitte aus der Musiksendung “Formel Eins”, die echt wirkenden Plattencover werden gezeigt, auf alt getrimmte Aufnahmen alter Auftritte und und und. Spätestens wenn der Film in die Gegenwart umschaltet und den Produzenten dabei begleitet, die Wiedervereinigung der Band zu organisieren, wird klar, dass es ein echter Spielfilm und keine Doku ist, denn die drei Herren von “Fraktus” werden von niemand geringerem als Studio Braun, also Rocko Schamoni, Heinz Strunk und Jacques Palminger, dargestellt, die im übrigen auch am Drehbuch mitgerarbeitet haben. Fing der Film schon wirklich komisch an, beginnt der echte Spaß von diesem Zeitpunkt an. Wenn Rocko Schamoni erklärt, wie er Musik aus einem Wasserstrahl heraushören kann, Jaques Palminger, entsprungen einer “Optiker-Dynstie”, mit seinen Eltern “Fraktus 2″ gründet, Heinz Strunk mit Arschgeweih rumläuft und vieles vieles mehr, dann ist das Ganze an Absurdität und einer ordentlichen Portion norddeutschem Trockenhumor kaum zu übertreffen. Für Hamburgfreunde gibt es dann auch noch jede Menge Aufnahmen der Hansestadt. “Fraktus – Das letzte Kapitel der Musikgeschichte” ist für mich auf jeden Fall in der persönlichen Top 3 der Filme des Jahres 2012!

Jetzt… von Charles Lindbergh n.e.V.

Hallo zusammen,
dank Facebook wurde ich aufmerksam, dass die komplette 7″ “Jetzt…” von unserer Band Charles Lindbergh n.e.V. bei Youtube gepostet wurde.

Bitte schaut Euch das so oft wie möglich an, damit dieses Video das meistgeguckteste Video bei Youtube wird.

Die Titel lauten:
A1 Jetzt…
A2 Auf in den Kampf
B1 Body Building
B2 Peinlich Peinlich

Erschienen ist das Ganze beim Label Kernkrach auf 7″ Vinyl im April 2003 in einer Auflage von 200 Stück. Die Aufnahmen sind aus dem Jahr 1983.

Die Gelegenheit, dass die ja schon lange ausverkaufte Single via Youtube noch einmal zu Gehör gebracht wird, möchten wir nutzen, um auf den aktualisierten Artikel über die Band im NDW-Wiki hinzuweisen: Charles Lindbergh n.e.V. im NDW-Wiki.

Viel Spaß beim Lesen.

Haiko

Die Rote Gefahr – Bundespräsident

Das Stück “Bundespräsident” von DIE ROTE GEFAHR stammt vermutlich ca. aus dem Jahr 1983. Das Video hingegen nicht, das ist neueren Datums.

 

Back Again.de – Neue Buchrezension

Barbara Hornberger – Geschichte wir gemacht http://www.backagain.de/link/index.php?wort=4332

Eine interessante, aber etwas trockene wissenschaftliche Arbeit über die Neue Deutsche Welle.